Schwache Potenz als Signal für Herzkrankheiten: Zahl der Erkrankten steigt

Jeder Vierte stirbt heutzutage an einer Herzkrankheit. Laut wissenschaftlichen Untersuchungen können Potenzprobleme beim Mann ein Vorbote eines Schlaganfalls oder Herzinfarkts sein. Als größte Gefahr für uns Deutsche gilt es die Ursachen einzudämmen und die Krankheit vorzubeugen. Vor allem Männer sollten bei aufkommenden Potenzproblem schnellstmöglich einen Arzt konsultieren. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass sich später Herzkrankheiten ankündigen.

Die Zahl der Sterbefälle durch Herzerkrankungen steigt

Die Sterbefälle aufgrund von Herzkrankheiten sind in Deutschland leicht gestiegen. Dies berichtete die Deutsche Herzstiftung in ihrem „Herzbericht 2017“. Laut dem Bericht starben 2015 etwas über 221000 Menschen an Herzerkrankungen, im Jahre 2014 waren es 208000. Insgesamt sind das in Deutschland etwa ein Viertel der gesamten Todesfälle. Als Herzerkrankungen zählten in diesem Fall Herzrhythmusstörungen, Herzschwäche, Herzklappenkrankheiten, koronare Herzkrankheiten und Fehlbildungen.

Frauen sterben häufiger an Herzleiden, als Männer. Im Jahr 2015 betrug die Zahl an Todesfällen unter Frauen etwa 117000, bei Männern knapp 104000. Die Unterschiede der Geschlechter werden auf die konträre Anatomie von Frauen und Männern zurückgeführt. Frauen leiden eher an Herzschwäche, Herzrhythmusstörungen und Herzklappenerkrankungen, während Männer an koronaren Herzerkrankungen, wie zum Beispiel Herzinfarkten sterben.

Laut der Statistik sind knapp 22% der Tode durch Herzerkrankungen auf Herzinfarkte zurückzuführen. Andere koronare Krankheiten betragen 35% der Todesfälle, Herzschwäche etwa 21%. Diese drei Krankheiten verursachten die Gesamtheit der Todesfälle durch Herzerkrankungen.

Laut des Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Herzstiftung Thomas Meinertz, können die Klinikeinweisungen und Sterbefälle durch Herzinsuffizienz oder andere Krankheiten des Herzens, durch verbessertes Wissen und richtige Vorsorge vermieden werden. Das Risiko an Herzerkrankungen zu leiden, lasse sich, laut Andres Stand vom Wissenschaftlichen Beirat, durch Bewegung, eine ausgewogene Ernährung, einem Rauchverzicht und einem gesunden Gewicht, senken. Wichtig wäre es, in Schulen, Kitas, an Arbeitsplätzen und in den Medien aufzuklären und Herzerkrankungen stets zu thematisieren. Denn je höher der Bildungsgrad, desto weniger Herzkrankheiten tauchen auf.

Interessant ist auch, dass in Bundesländern mit geringerer Kardiologendichte, überdurchschnittlich hohe Sterblichkeit an Infarkten auftauche. Das ist in den Bundesländern Sachsen-Anhalt, Thüringen, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern der Fall.

In einer vierjährigen Kampagne klärte erstmals Sachsen-Anhalt über weit verbreitete Herzkrankheiten auf. Die mehrjährige Aufklärungsaktion begann im Juni 2018. Es sind Vorträge, Foren, Blutdruck-, Puls- und Blutzuckermessungen geplant. Die Deutsche Herzstiftung stellt für die Kampagne Infomaterial zur Verfügung. Insgesamt beteiligen sich mehr als 100 Ärzte und etwa 600 Apotheken an der Aktion. Zukünftig werden auch in den anderen betroffenen Bundesländern Aktionen geplant, um das Risiko von Herzerkrankungen zu senken.

Potenzprobleme bei Männern und Herzkrankheiten hängen stark zusammen

Männer, die Schwierigkeiten mit der Potenz haben, leiden später eher an einer Herzerkrankung, wie die „Multi-Ethnic Studiy of Atherosclerosis“ feststellte. In dieser Beobachtungsstudie wurde bei Patienten mit Potenzproblemen ein etwa doppelt so hohes Risiko festgestellt, im kommenden Jahr an Herzkrankheiten zu leiden, als bei Männern, die keine Beschwerden aufzeigten. Eine Dysfunktion der Erektion könnte ein erstes Zeichen für Atherosklerose, der Einlagerung von Cholesterin in Blutgefäßen, sein. Diese Anzeichen zeigten etwa 46% der Männer über 70 Jahren. Doch auch bei jüngeren Männern können Potenzprobleme auftauchen.

Wichtig ist es, dass diese Risikofaktoren, wie etwa Erektionsstörungen, frühzeitig erkannt werden um damit spätere Folgeerkrankungen vorzubeugen oder zu verhindern. Forscher empfehlen, dass Männer ihren Potenzproblemen mehr Aufmerksamkeit und Ernsthaftigkeit zuweisen. Cholesterinwerte und Blutdruck sind signifikante Anzeichen, die regelmäßig geprüft und behandelt werden sollten.

Schreibe einen Kommentar