Knochenbruch als Alarmsignal: So schützen Sie sich vor Osteoporose

Laut Statistik erkranken eher Frauen an Osteoporose, also Knochenschwund. Doch auch Männer ab 50 gehören zur Risikogruppe, wenn sie sich in dem Alter einen Knochenbruch zuziehen. Vor allem alte Menschen leiden an Knochenbruch: „Morsche“ Knochen brechen schneller. Hier erfahren Sie, wie sich Osteoporose vorbeugen lässt.

Die Risikogruppe Männer

Typische Merkmale einer Osteoporose sind gehäufte Knochenbrüche und eine verformte Wirbelsäule. Die Krankheit kann dafür sorgen, dass die Lebensqualität eines Menschen merklich verringert wird. Nun fanden Forscher heraus, dass diese Krankheit nicht nur vermehrt Frauen, sondern auch Männer bekommen können. Männer, die sich im hohen Alter einen Knochenbruch zuziehen, leiden, mit genauso großer Wahrscheinlichkeit unter Osteoporose, wie Frauen. Bisher hatte man angenommen, dass Frauen der größere Risikopatient seien. Doch das belegte eine Studie der University of New South Wales in Sydney. Klar ist jedoch, dass Osteoporose bei Männern etwa zehn Jahre später auftaucht als bei Frauen.

Bei einer Studie mit über 2000 Frauen und 1700 Männern wurden über 16 Jahre lang Teilnehmer über 60 untersucht. Etwa 900 Frauen und 330 Männer erlitten ein Knochenbruch. Circa 150 Frauen und 70 Männer zogen sich noch einen zweiten zu. Dabei ist sichtbar, dass die Wahrscheinlichkeit für mehrere Brüche bei Männern etwas höher ist als bei Frauen. Mehrere Knochenbrüche treten meist dann auf, wenn im hohen Alter eine Osteoporose vorliegt.

Abgenutzte Zellen werden in den Knochen andauernd durch neue Zellen ersetzt. In den ersten drei Lebensjahrzehnten werden dabei die Knochenmasse und -dichte erhöht. Doch schon ab 40 kann der Abbau von Knochenmasse höher sein, als der Aufbau selbiger. Das liegt an den Hormonen und Vitaminen die diesen Prozess steuern. Dabei sind die Mengen an Vitamin D und Kalzium im Körper wichtig. Wie häufig oder stark die Knochen beansprucht wurden, ist nicht relevant. Frauen und auch Männer über 50 die einen Knochenbruch hatten, sollten sich in jedem Fall auf Osteoporose untersuchen lassen.

Das können Sie gegen Osteoporose unternehmen

Wer vorbeugend etwas gegen Osteoporose unternimmt, kann die Krankheit nicht verhindern, jedoch aber vorbeugen und aufschieben. Eine Prävention kann den Umbauprozess in den Knochen begünstigen. Je höher das Risiko an der Krankheit zu leiden, desto wichtiger ist es, sie frühzeitig vorzubeugen. Dabei ist eine gesunde Ernährung sehr wichtig. Vor allem Kalzium und Vitamin D sollten im hohen Maße eingenommen werden. Mindestens 1000 mg Kalzium und 1000 Einheiten des Vitamins D, sollten täglich genommen werden. Für Kalzium eignen sich Lebensmittel wie Milch und Joghurt, sowie grünes Gemüse sehr gut. Um das notwendige Vitamin D zu bekommen, sollten Sie mindestens eine halbe Stunde am Tag an die Sonne gehen, damit die Haut das Vitamin D optimal aufnehmen kann. Auch durch Lebensmittel, wie zum Beispiel Fisch, kann der Körper Vitamin D aufnehmen.

Außerdem sollten Sie Stürze vermeiden. Das bedeutet aber nicht, dass Sie ganz auf Bewegung verzichten sollten. Ganz im Gegenteil: Bewegung ist essenziell für die Gesundheit Ihrer Knochen. Übertreiben Sie es aber nicht! Tägliches spazieren gehen, walken oder Radfahren reichen völlig aus. Krafttraining sollten Sie jedoch vermeiden. Damit geben Sie Osteoporose und Knochenbrüchen keine Chance mehr.

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