Halsschmerzen und Erkältung im Sommer: Wann Sie zum Arzt sollten

Trotz 30°C draußen, leiden Sie unter Halsschmerzen und einer Erkältung? Meist wird es als Kleinigkeit abgetan, doch es kann sich auch um ein ernsthaftes Gesundheitsproblem handeln. Hier erfahren Sie, warum sich auch immer Sommer Menschen mit einer Erkältung anstecken und wann Sie spätestens zum Arzt gehen sollten.

Erkältet im Sommer – ist das normal?

Auch wenn es im Sommer weniger häufig grippale Infekte gibt als im Winter, leiden viele unter Husten, Ohrenschmerzen, einer laufenden Nase und Halsschmerzen. Meist spricht man von einer Sommergrippe, doch das ist falsch: Eigentlich handelt es sich um einen einfachen grippalen Infekt, oder auch eine Erkältung. Diese ist nach einigen Tagen schon verklungen. Eine richtige Grippe bedeuten hohes Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen. Erkältungen verbreiten sich durch Tröpfcheninfektion, also durch Niesen, Husten, Hände schütteln und Küssen. Eine Erkältung ist meist nach einer Woche vorbei. Die Gefahr einen anderen Menschen anzustecken, ist kurz vor dem Ausbruch der Erkältung am größten. Die Symptome sind dann schon spürbar. Ein Kratzen im Hals, eine laufende Nase und Husten sind die häufigsten Symptome der Erkältung. Hier sollten auf Hausmittel und rezeptfreie Medikamente zurückgegriffen werden, um diese zu lindern. Ein Besuch beim Arzt ist meistens nicht notwendig. Bleiben Sie lieber im Bett, melden Sie sich krank und achten Sie auf viel Ruhe. Eine heiße Suppe und ein Tee können Wunder wirken.

Die Alarmzeichen bei Halsschmerzen

Doch es geht auch anders. Halsweh ist ein typisches Begleitsymptom bei Infekten. Sie entstehen, da die Rachenschleimhaut gegen die Viren kämpft. Im Normalfall klingt der Schmerz nach einigen Tagen wieder ab und ist aushaltbar. Doch eine Erkältung muss nicht immer die Ursache für Halsschmerzen sein. Sie können auch von Herz- oder Magenproblemen herrühren. Tauchen plötzliche, stechende Schmerzen im Hals auf, die bis in den Rücken und in die Arme gehen, könnte das ein Anzeichen für einen Herzinfarkt sein. Viele Patienten berichten, dass sie einige Tage vor einem Herzinfarkt starke Halsschmerzen hatten, obwohl sie nicht erkältet waren.

Halsschmerzen können auch im Zusammenhang mit Sodbrennen auftauchen. Dabei steigt der saure Mageninhalt in den Rachen, welcher besonders empfindlich ist und sich dann entzündet. Auch Halstumore, wie Rachenkrebs können als erste Anzeichen starke Halsschmerzen haben.

Halsschmerzen können aber auch andere Ursachen haben, zum Beispiel ein Nasennebenhöhleninfekt, eine Kehlkopfentzündung, ein Mantelabzess oder eine Mandelentzündung. Bei einer Nasennebenhöhlenentzündung löst das Entzündungsekret Halsschmerzen aus, da es den Rachen hinunterläuft. Dies muss unbedingt mit Schleimlöser und Antibiotika behandelt werden. Eine Kehlkopfentzündung kommt meist zusammen mit einer Erkältung oder einer Grippe. Die Schleimhäute können anschwellen und auch die Stimmbänder und der Kehlkopf sind betroffen. Im schlimmsten Fall kann kaum noch Luft durch den Kehlkopf strömen. Eine Mandelentzündung entsteht ebenfalls meist durch eine Erkältung oder eine Grippe. Eitrige Belege bilden sich auf den Mandeln und starke Halsschmerzen und Schluckbeschwerden treten auf. Eine Mandelentzündung kann chronisch werden. Ein Mandelabzess folgt meist auf eine Mandelentzündung. Die Entzündung breitet sich aus und Eiter bildet sich. Das Risiko für eine Blutvergiftung ist sehr hoch, da Bakterien ins Blut gelangen können.

Bei diesen Anzeichen sollten Sie sofort zum Arzt gehen: Plötzliche, starke Halsschmerzen, Fieber, ein Kloßgefühl im Hals, ein erschwertes Atmen und Schlucken, eine Kiefersperre oder langanhaltende Schmerzen. Diese Symptome lassen sich nicht einfach durch Ausruhen wieder heilen. Ihr Arzt wird Sie untersuchen und Ihnen passende Medikamente oder eine Schmerztherapie verschreiben.

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